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Ein Versicherungsvergleich ist, so sagt es schon der Name, der Vergleich von Versicherungen. Ganz konkret geht es darum, dass zu einer bestimmten Versicherungssart verschiedene Versicherer verglichen werden. So soll dem Kunden die Entscheidung leichter gemacht werden. Wer aus dem Vergleich als bester hervorgeht, der möge der Gewinner sein. Ganz so einfach geht es nicht, das muss man leider sagen.

Wer vergleicht hier was?

Das ist schon einmal die Gretchenfrage. Vielleicht die wichtigste Frage überhaupt. Theoretisch müsste man zum Vergleich folgendes machen:
  1. man sucht für eine bestimmte Versicherungsart, sagen wir mal die Private Haftpflichtversicherung, den besten Anbieter. Der beste Anbieter ist dabei der Anbieter mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis.
  2. man fordert alle Versicherungsgesellschaften auf, ein Angebot zu unterbreiten.
  3. nach Eingang aller Angebote vergleicht man alle Angebote miteinander.
  4. nach sorgfältiger Prüfung wählt man den Anbieter mit den besten Leistungen und dem vergleichsweise günstigsten Preis. Anders gesagt: man nimmt nicht nur einfach den billigsten oder teuersten Anbieter, sondern den mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis.
Eigentlich liest sich das alles recht einfach. Aber mal ehrlich: wer kann das schon und wer will sich diese Arbeit aufbürden? Denn es kristallisieren sich schnell ein paar Probleme heraus:
  • bei der Masse von Anbietern ist es unglaublich schwer, alle Anbieter zu finden und anzuschreiben. Das ist ein Riesenaufwand. Man muss dazu erst einmal herausfinden, wie viele Anbieter es in dem jeweiligen Segment gibt. Und das sind in der Regel nicht wenige.
  • das mit dem Angebotsvergleich ist so eine Sache. Oft ist man geneigt, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Bei Sachversicherungen ist das vergleichsweise einfach. Bei anderen Versicherungsarten (z. B. Krankenversicherung) ist es aber manchmal schwer. Denn die Leistungen der einzelnen Anbieter unterscheiden sich schon voneinander. Auch wenn schätzungsweise 95% der Leistungen der Krankenversicherer mehr oder weniger übereinstimmen (so berichtete z. B. Finanztest 2006), können sich in den offenen 5% doch einige wichtige Leistungsunterschiede verbergen (ambulante Pflegeleistungen, Leistungen für Haushaltshilfen und so weiter)
  • Geiz ist geil. Das ist die Mentalität der Stunde. So sucht man gerne den Versicherungsanbieter aus. Das heißt: man nimmt einfach den billigsten Anbieter. Oder man macht das Gegenteil: man nimmt den teuersten Anbieter, weil es vermeintlich der beste sein muss. Beide Herangehensweisen müssen aber nicht richtig sein. Weder der billigste noch der teuerste Anbieter muss der beste Anbieter sein. Der beste Anbieter ist normalerweise der mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis. Und: gute Referenzen sollte er auch haben. Ein Versicherer, der im Schadensfall nichts zahlt, hilft einem nicht viel!

Versicherungsvergleich per Dienstleister

Wer sich selbst keinen Stress machen will, der geht zu einem Dienstleister, der Versicherungsvergleiche anbietet. Das können (freie) Versicherungsmakler oder allgemeine Finanzdienstleister sein. Mit freien und unabhängigen Dienstleistern ist das aber so eine Sache. Das kann in der Regel schon so sein. Aber theoretisch besteht immer die Möglichkeit, dass ein Dienstleister von einer Versicherung X für Abschlüsse ein bestimmtes Honorar erhält. Und dann könnte der Dienstleister natürlich diese Versicherung immer etwas vorrangig anbieten. Und somit wäre es auch kein unabhängiger Versicherungsvergleich mehr. Das muss nicht so sein, aber es kann sein. Vielleicht sollte man das immer im Hinterkopf behalten.

Online Versicherungsvergleich

Es geht aber noch einfacher. Heute wählt man gerne den Online-Vergleich via Internet. Dazu gibt es im Internet unzählige Anbieter. Im Prinzip ist das eine feine Sache. Man gibt seine Daten an und der Dienstleister sucht die passendste und günstigste Versicherung. Das geht in der Regel sehr schnell und problemlos. Die meisten Menschen nehmen solche Angebote gerne an, denn der Vergleich an sich ist zuerst mal kostenlos.

Aber auch hier kann es sein, dass der Dienstleister Prämien von bestimmten Versicherungen erhält und diese dann oben auf der Liste erscheinen. Wie die Versicherungen ermittelt werden, ist in der Regel nicht sehr transparent. Die Online-Vergleiche werden meist durch ein Skript gesteuert. Es fragt bestimmte Datenbanken ab. Das macht die Sache schnell und einfach. Der Kunde weiß aber meistens nicht, wie viele Versicherungen und welche abgefragt werden. Von daher ist da wenig Transparenz gegeben. Ein weiteres Problem: es gibt zwar viele Anbieter von Online-Vergleichen, aber die Ergebnisse können sich doch ähneln. Der Grund dafür: oft handelt es sich trotz verschiedener Internet-Adressen um die gleichen Anbieter oder die Anbieter nutzen gleiche Programme oder Datenbanken. Auch hier gilt: das muss nicht so sein, aber es kann sein.

Was man beachten sollte

Wer wirklich sicher sein will, dass er einen unabhängigen Vergleich bekommt, der muss eigentlich selbst vergleichen.

Unabhängig davon, ob man nun selbst vergleicht oder vergleichen lässt, sollte man einige Punkte beachten:

  1. sind die Anbieter und deren Angebote wirklich miteinander vergleichbar? Bietet vielleicht Anbieter A mehr Leistungen als Anbieter B an und ist deshalb unwesentlich teuerer, dafür in der Summe aber besser? Das muss man berücksichtigen. Ein billiger Anbieter mit schlechten Leistungen kann letzten Endes teuerer werden als ein nicht ganz so billiger Anbieter mit besseren Leistungen.
  2. wie viele Anbieter werden zum Vergleich herangezogen? Bei der Größe der Versicherungslandschaft müssen das einige sein. Um es mal in Zahlen auszudrücken: 50 Anbieter kann man im Schnitt zum Vergleich heranziehen, je nach Sparte auch mehr. Wenn jemand nur 5 oder 10 Anbieter miteinander vergleicht, dann ist das wenig und kaum aussagekräftig.
  3. Information ist alles! Egal ob man selbst vergleicht oder vergleichen lässt, und egal von wem. Information ist alles. Wenn man ein paar Favoriten aus einem Vergleich auserkoren hat, dann sollte man sich noch einmal zu jedem Anbieter informieren. Wie ist sein Ruf? Wie verhält er sich, wenn es ums Bezahlen geht? Wie sind seine Service-Leistungen? In Fachzeitschriften suchen, im Internet Infos verschiedener Quellen einholen. Was meinen andere zu dem Versicherer?
  4. Bei durchgeführten Vergleichen sollte man sich immer eine gewisse Rest-Kritik erhalten. Man sollte nicht nur einem Vergleich vertrauen, sondern mehrere von verschiedenen Anbietern anfordern. Und immer darauf achten, dass der Vergleich kostenlos ist!
Was bleibt ist letztlich immer noch ein Informationsbedarf. Denn für Otto Normalverbraucher ist ein korrekter Vergleich oft nicht möglich, weil sich die Leistungspakete von Versicherer zu Versicherer doch bisweilen unterscheiden. Nicht immer extrem, aber doch in einer gewissen Größenordnung.

Ob man durch Versicherungsvergleiche von Dritten immer unabhängig und gut informiert wird, bleibt letztlich zumindest fraglich. Was man im Notfall immer beherzigen sollte: wenn man etwas nicht versteht, dann sollte man so lange nachfragen, bis man es versteht. Das ist sicherlich eine Mindestanforderung, wenn es um einen Versicherungsvergleich geht.



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