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Startseite » Versicherungen von A - Z » Die Unfallversicherung



Die Private Unfallversicherung sichert einen ganz allgemein gesagt gegen die Folgen von Unfällen ab, und nur gegen diese. Die Unfallversicherungen sind nicht unumstritten. Zweifellos können die Versicherungen Sinn machen, sie werfen aber mit die höchsten Gewinne für die Versicherer ab. Die Schadensquote liegt bei maximal ca. 50 bis 60%. Der Rest ist Gewinn. Das ist nicht schlecht. Grundsätzlich muss man auch sagen: das Risiko für einen Erwachsenen, einen Unfall zu erleiden, ist vergleichsweise gering. Und die Unfallversicherung zahlt nur und nur bei Unfällen (nicht bei Krankheiten!)

Was ist ein Unfall im Sinn der Unfallversicherung?

Was ein Unfall ist, ist genau definiert: Ein Unfall liegt vor, wenn ein Versicherter durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet und als Unfall gilt auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule ein Glied verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerissen werden. So, jetzt wissen wir es. Wem einiges nicht ganz klar ist, dem sei gesagt, was nicht als Unfall zählt: alles was nicht plötzlich auftritt (z. B. eine schleichende Vergiftung durch Umwelteinflüsse), Selbstmord, Vorsatz, innere Verletzung durch Verschlucken, Unfälle durch Geistes- und Bewusstseinsstörungen oder Trunkenheit. Also: vor Abschluss genau die Ausschlussregeln lesen.

Was leistet die Unfallversicherung?

Primär geht es darum, dass im Schadensfall eine finanzielle Absicherung erfolgt. Allerdings zielt das eindeutig auf eine dauernde Invalidität hin. Wichtig ist dabei, dass man entweder eine Einmalzahlung erhalten kann oder eine lebenslange Rente. Je nach Vertrag können umso höhere Beträge bezahlt werden, je höher der versicherte Invaliditätsgrad sein soll. Aber Achtung: eine Zahlung erfolgt in der Regel erst ein Jahr nach dem Unfall des Versicherten! Gegen eine Mehrprämie kann man eine Zahlung vereinbaren, wenn der Versicherte aufgrund eines Unfalles verstirbt. Dabei muss der Versicherte innerhalb eines Jahres nach Unfall versterben.

Was muss man zusätzlich versichern?

Einige Dinge sind nicht automatisch mitversichert. Vor Abschluss sollte man folgende Punkte prüfen:
  • Zahlung bei Unfalltod
  • Krankenhaustagegeld
  • Genesungsgeld
  • Unfall-Tagegeld (wichtig für Selbstständige)
  • Übergangsleistungen (Leistung wird schon nach 6 Monaten bei Invalidität von 50% gezahlt)
  • kosmetische Operationen die aufgrund von Unfällen nötig werden
  • Bergungskosten
  • Betreuungs-Service

Vertragsvarianten

Man unterscheidet meistens folgende Varianten:
  • Rundum-24-Stunden Deckung: diese Versicherung gilt 24 Stunden am Tag
  • Freizeitversicherung: kann nur abgeschlossen werden, wenn Arbeitsrisiko ausreichend abgedeckt.
  • Kinder-Versicherung: speziell für Kinder.

Vorsicht bei Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr

Diese Form ist im Prinzip eine Kombi aus Unfall- und Lebensversicherung. Damit soll der Versicherte mehr Geld im Schadensfall bzw. am Laufzeitende bekommen. Das stimmt im Prinzip. Aber: man zahlt ein Vielfaches an Beiträgen im Vergleich zur normalen Unfallversicherung. Im Klartext: was man mehr einzahlt, wird minimal verzinst (oft geringer als ein normales Sparbuch). Dieses Geld kann man besser anlegen. Eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr ist unnötig.

Unfallversicherung ja oder nein?

Ich möchte die Unfallversicherung nicht schlecht machen. Aber ihre Leistungen sind zu einseitig. Wie eingangs erwähnt liegt die Schadensquote bei unter 60%. Das liegt einfach daran, dass die Unfallversicherung nur im eindeutigen durch Unfall verursachten Versicherungsfall zahlt. Und sie zahlt nicht gleich. Meistens liegt man erst mal ein Jahr auf Eis. Aber in der Zeit hat man oft finanzielle Probleme und erhält kein Geld von der Unfallversicherung.

Wichtiger, das muss man klar sagen, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Im Übrigen kann man sowieso sagen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung eine spezielle Unfallversicherung ist, nur vielseitiger. Sie zahlt auf alle Fälle, wenn man berufsunfähig ist. Egal ob durch Unfall oder Krankheit. Berufsunfähig heißt letztlich auch, man ist zu einem gewissen Grad invalid. Also: besser eine BU abschließen. Wenn man es ganz sicher will, nimmt man eine Unfallversicherung mit sehr niedrigen Beiträgen dazu. Aber das ist eigentlich nicht nötig, wenn man eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat. Was viele Arbeitnehmer nicht wissen: oft besitzen sie schon eine Unfallversicherung, die z. B. über die Gewerkschaft abgeschlossen wurde. Das sollte man unbedingt prüfen, bevor man etwas neues abschließt.

Was auch immer gerne ins Feld geführt wird: die Krankenhaustagegeld Regelungen der Unfallversicherung seien ganz gut. Sie sind nicht schlecht. Aber wer gesetzlich versichert ist, genießt ohnehin eine ganze Weile den Schutz der gesetzlichen Kasse. Also ist es für die Gruppe nicht wirklich interessant. Interessanter vielleicht für Selbstständige - wenn überhaupt.
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