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Die Privat Haftpflichtversicherung

Nach Paragraph 823 BGB ist man zum Ersatz eines Schadens verpflichtet, wenn man vorsätzlich oder fahrlässig Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit, Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen Menschen widerrechtlich verletzt. Was sich so Juristen-Deutsch anhört, kann ganz schön teuer werden. Denn die Höhe eines solchen Schadens ist nicht absehbar. Und nach deutschem Recht sind Privatpersonen unbegrenzt haftbar. Damit ist eines klar - die private Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen.

Wie kann ein Schaden entstehen?

Ganz einfach: sie missachten als Fußgänger den Verkehr und laufen vor ein Auto. Das Auto muss Ihnen ausweichen und es entsteht Schaden an dem Auto oder schlimmer noch - den Insassen passiert etwas. Dann müssen Sie für Schaden an Auto/Insassen gerade stehen. Oder sie brennen mit Ihrer Zigarette ein Loch in den Teppich bei Freunden, oder Sie zerkratzen mit dem Einkaufswagen ein fremdes Auto, oder Ihr Kind zerschießt mit dem Fußball ein Fensterscheibe, oder oder oder......

Die Liste möglicher Schadensfälle ist länger als man denkt. Und genau diese Schäden werden von der privaten Haftpflichtversicherung gedeckt. Und das macht die Privat-Haftpflicht absolut notwendig für jeden.

Wann wird gezahlt?

Grundsätzlich nur dann, wenn die Ansprüche im privaten Bereich entstehen. Berufliche, nebenberufliche Tätigkeiten oder Vereinstätigkeiten sind nicht mitversichert. Wichtig: die private Haftpflicht zahlt in der Regel nicht, wenn man jemandem eine Gefälligkeit erweist und es dabei zu einem Schaden kommt (typisch: Umzugshilfe)! Genauso wenig zahlt eine Haftpflicht bei Schäden, die durch die eigenen deliktunfähigen Kinder entstehen! Grundsätzlich ausgenommen sind immer Schäden, die bewusst herbeigeführt werden bzw. grob fahrlässig.

Wie viel wird bezahlt?

In der Regel der nachweisbare Schaden, der entstanden ist. Dies gilt bis zur vertraglich vereinbarten Deckungssumme.

Was ersetzt die Privat-Haftpflicht?

Die Privat-Haftpflicht ersetzt alle Schäden, die man 'nicht selbst erleidet'. Das heißt, alle Schäden, die man unabsichtlich (nicht grob fahrlässig) anderen Personen oder Dingen zufügt. Dazu zählen auch Schäden, die im Verwandten-/Angehörigenbereich auftreten, sofern diese nicht im eigenen Haushalt wohnen. Schutz gibt es auch hinsichtlich der Pflichten an der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus. In einer Mietwohnung werden Schäden abgegolten, die an allen fest mit der Wohnung verbundenen Teile entstehen. Außerdem deckt die Privat-Haftpflicht auch Vermögensschäden. Und: die Privat-Haftpflicht gilt weltweit, sofern man sich nicht länger als ein Jahr im Ausland aufhält.

Was ersetzt die Privat-Haftpflicht nicht?

Nicht eingeschlossen sind in der Regel Wassersportaktivitäten, Haus und Grundbesitz wenn diese vermietet sind, Tiere (sofern es keine zahmen Haustiere sind) wie Hunde, Rinder, Zugtiere, Reittiere wilde Tiere und Pferde, Öltanks, Jagdbetrieb, Modellflieger, Bauherren, Berufliche und nebenberufliche Tätigkeiten. Natürlich gehört auch der eigene PKW nicht in die private Haftpflicht

Wer ist mitversichert?

Mitversichert sind Ehepartner und Kinder, sofern diese im eigenen Haushalt leben und noch nicht in der Berufsausbildung stehen. Übrigens: Mittlerweile sind auch Lebenspartner ohne Trauschein mitversichert.

Problemfall Haftung für Kinder

Grundsätzlich gilt zwar das Prinzip "Eltern haften für ihre Kinder". Das hat allerdings auch Lücken und Tücken. Wenn ein Kind einen Schaden verursacht, kann das leicht sehr teuer werden. Paradebeispiele wären zündelnde Kinder oder Kinder, die durch Unachtsamkeit einen schweren Verkehrsunfall verursachen. Das kann teuer werden, und kann bei fehlender Haftpflichtversicherung schnell den Ruin bedeuten. Aber der Schutz hat auch Lücken. Denn Kinder unter sieben Jahren sind nicht deliktfähig (im Straßenverkehr gilt die Deliktunfähigkeit sogar bis 10 Jahren). Kinder bis 18 Jahren sind grundsätzlich nur beschränkt deliktfähig.

Das bedeutet: Haftpflichtversicherungen zahlen in solchen Fällen oft gar nichts. Wer eine Haftpflichtversicherung abschließt, versichert grundsätzlich Kinder, die im Haushalt leben, mit. Es geht bei dieser Versicherung auch um den Schutz von Familien. Aber gerade bei Kindern gibt es diese Lücken, über die nicht gerne gesprochen werden. Wie erwähnt, sind Kinder bis sieben Jahren grundsätzlich nicht deliktfähig, im Straßenverkehr gilt das für Kinder bis 10 Jahren. Diese Regelung soll, so der Gesetzgeber, dem Schutz der Kinder dienen. Was die Kinder schützt, schädigt hier aber andere, die oft gar nichts dafür können. Der Geschädigte bleibt nämlich auf den Kosten sitzen. Es sei denn, die Eltern hätten nachweislich die Aufsichtspflicht verletzt (was schwer zu beweisen ist) oder die Eltern haben eine Police, die auch durch deliktunfähige oder beschränkt deliktfähige Kinder verursachte Schäden mit einbezieht.

Man könnte sagen: nun gut, kann mir egal sein, ich kann mein Kind nicht permanent beaufsichtigen. Die Vergesellschaftung von Schäden durch Kinder ist in Ordnung. Das ist sehr einfach gedacht. Denn wie gesagt, bleibt der Geschädigte unter Umständen auf Kosten sitzen, die ihn ruinieren können. Und das, obwohl er nichts getan hat. Außerdem sollte man die Aufsichtspflicht der Eltern nach 1626 BGB nicht vergessen. Da können sich Eltern nicht einfach so herausreden, auch wenn der Begriff Aufsichtspflicht nirgendwo genau definiert wird. Wird festgestellt, dass Eltern die Aufsichtspflicht verletzt haben, dann greift 832 BGB und die Eltern werden haftbar gemacht.

Ein weiterer unangenehmer Fall wäre ein Schaden, der vom Kind bei Freunden oder Bekannten verursacht wurde. Sich hier aus der Verantwortung zu ziehen kann das Ende der Bekanntschaft bedeuten. Denn bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. So gesehen sollte man sich überlegen, ob man die Privat-Haftpflicht nicht so wählt, dass Kinder in jedem Fall komplett mitversichert sind. Das heißt: so versichert, dass die Versicherung auch dann zahlt, wenn das deliktunfähige Kind einen Schaden verursacht, für den man normalerweise nicht zur Verantwortung gezogen wird. Sicherer ist das in jedem Fall, fairer sicherlich auch.

Zusätzlich versicherbare Leistungen

Man kann zusätzlich so genannte Forderungsausfälle versichern. Diese treten ein, wenn jemand, der einen schädigt, selbst nicht zahlen kann. Auch so genannte Miet-Sachschäden kann man separat versichern, genauso so genannte Gefälligkeitsschäden. Dies ist immer dann interessant, wenn man jemandem eine Gefälligkeit erweist und dabei ein Schaden entsteht. Normalerweise zahlt die Haftpflicht hier nicht (wichtig zu wissen bei Umzügen!).

Meldungen und News

Haftpflichtversicherer wollen ab Juli 2010 die Beiträge erhöhen.

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