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Änderungen in der Krankenversicherung 2016

Wie zu erwarten, wird sich für gesetzlich Versicherte mal wieder einiges ändern. Zum einen scheinen etliche Kassen wieder einmal finanzielle Probleme haben, welche natürlich in einen vom Versicherten selbst zu zahlenden höheren Zusatzbeitrag Niederschlag finden wird. Der GKV-Spitzenverband bietet eine Übersicht über die Zusatzbeiträge der einzelnen Krankenkassen.

Wichtig: erheben Krankenkassen den zusätzlichen Beitrag erstmals oder wollen sie ihn anheben, dann müssen sie ihre Mitglieder vorab in einem gesonderten Schreiben auf das Recht zur Sonderkündigung sowie auf die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes hinweisen. Kassen, die einen Zusatzbeitrag über dem durchschnittlichen Satz verlangen, müssen ihre Mitglieder explizit über die Möglichkeit informieren, in eine günstigere Versicherung zu wechseln.

Höhere Freibeträge auf Zuzahlung bei Rezepten

ab 1. Januar 2016 soll es höhere Freibeträge bei der Zuzahlung auf Rezepte geben, von bisher 5.103 auf 5.229 Euro. Der Kinderfreibetrag wird von bisher 7.152 Euro auf 7.248 Euro für jedes Kind angehoben.

Recht auf zweite Arzt Meinung

Patienten sollen ab 1. Januar 2016 einen gesetzlichen Anspruch auf eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung bekommen. Aber: es gilt nur bei bestimmten, planbaren Eingriffen. Das Recht soll vKrankheitsbilder umfassen, bei denen die Gefahr einer unnötigen Operation besteht. Welche das genau sind, legt der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) bis zum Jahresende fest. Auch Krankenkassen können darüber hinaus in ihren Satzungen Angebote zur Zweitmeinung festlegen. Die Aufklärung sollte mindestens zehn Tage vor dem Eingriff erfolgen; dann hat der Versicherte noch ausreichend Zeit, um zu entscheiden, ob er erst noch eine Zweitmeinung einholen will. Eine Zweitmeinung dürfen ausschließlich Ärzte abgeben, die für die jeweilige Krankheit die vom Gemeinsamen Bundesausschuss definierten fachlichen Kriterien erfüllen.

Schnellere Facharzttermine

gem. GKV-Versorgungsstärkungsgesetz sollen gesetztlich Krankenversicherte ab 23. Januar 2016 einen Anspruch auf einen zeitnahen Termin beim Facharzt haben. Dazu sollen Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung geschaffen werden, welche dem Versicherten zu seinem Recht verhelfen. Was genau das dann bedeutet, ist allerdings eher unklar. Im Moment wird davon gesprochen, dass die Servicestelle dem Versicherten innerhalb einer Woche einen Termin beim Orthopäden, Röntgenfacharzt oder Neurologen verschaffen möchte. Die Wartezeit auf den Termin darf vier Wochen nicht überschreiten. Gelingt das der Terminservicestelle nicht, muss sie dem Patienten eine Untersuchung in einem Krankenhaus ermöglichen. Leider gibt es zu der Regelung wieder einmal jede Menge Einschränkungen, vor allem wichtig: wer die Terminservicestelle seiner Krankenversicherung um eine Facharztvermittlung bittet, verzichtet auf die freie Arztwahl!

Präventionsgesetz

Das Präventionsgesetz ist nichts Neues, es trat schon im Juli 2015 in Kraft. Allerdings sollen einige Regelungen daraus nun ab 2016 erst wirksam werden. Ob das nur Vorteile für alle Versicherten bringen wird, ist alles andere als klar. Da die gesetzlichen Kassen 7 Euro pro Versicherten als Prävention aufbringen sollen und die Pflegekassen 30 Cent Pro Versichertem dürfte das letzten Endes der Versicherte über höhere Beiträge mitfinanzieren. Ab 2016 sind zudem die bislang offiziell noch freiwilligen Bonusprogramme verpflichtend.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Ab 01 Januar 2016 soll es nur noch ein einheiliches Formular bei Krankschreibungen geben. Dieses wird es in vierfacher Ausfertigung (jetzt auch für den Versicherten selbst) geben.

Gesetz zur Verbesserung der Pflege

Der zweite Teil des Gesetztes soll wohl ab 2016 in Kraft treten, allerdings wird man mit Auswirkungen erst ab 2017 rechnen können. Der Grund: die neue Definition von Pflegebedürftigkeit mit fünf Graden soll erst am 01. Januar 2017 angewandt werden.

(Alle Angaben ohne Gewähr, Versicherungs-Pol 12.2015)


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